Die professionelle Verkostung eines Weines ist tatsächlich systematischer als die meisten Menschen annehmen. Mit einem systematischen Verkostungschema kann man dieses sehr gut und schnell lernen.
Eine Tabellen zur professionellen Verkostung finden Sie hier.
Optischer Eindruck
Zunächst betrachtet man den Wein im Glas. Wie ist der optische Eindruck? Eher klar oder eher trüb? Wie ist die Farbtiefe? Welchen Farbton hat der Wein? Gibt es weitere Eindrücke?
Geruch
Nachdem man sich einen optischen Eindruck verschafft hat, geht es an den Geruch. Die Geruchsintensität "misst" man, indem man das Glas verschieden weit von der Nase weghält. Hält man das Glas vor den Bauch und schwenkt es, und man kann den Geruch erkennen, so ist die Intensität ausgeprägt, muss man die Nase in das Glas halten, um die Aromen zu riechen, so ist die Intensität verhalten.
Geschmack
Der Mundraum hat unterschiedliche "Geschmacksregionen". Daher sollte man den Wein nicht, wie bei einem Glas Wasser direkt hinunter Schlucken, sondern im Mundraum behalten und eine wenig im Mund "umspülen". Dabei kann man durch leichtes Schlürfen ein wenig Sauerstoff hinzufügen, was den Wein öffnet.
Der Begriff Tannin beschreibt, wie pelzig sich der Wein im Mund anfühlt. Der Alkohol bringt eine gewisse Schärfe. Abgang bedeutet, wie lange bleibt ein Nachgeschmack, nach dem herunterschlucken. 
Gesamteindruck - Qualitätsbeurteilung
Als nächstes wird die Qualität beurteilt. Ist der Wein in Ordnung oder hat er technische Fehler - korkt er beispielsweise. Zudem betrachtet man die Trinkreife. Viele Weine, brauchen etwa 5 bis 10 Jahre, bis sie die Trinkreife erreichen. Öffnet man ihn zu Jung, so schmeckt er nicht gut und wirkt nicht sonderlich harmonisch.
Beschreibung von Aromen und Geschmacksnoten
Die Beschreibung der Aromen ist sicherlich der schwierigste Teil der Verkostung. Grundsätzlich unterscheidet man drei Aromenklassen.
- Primäre Aromen
- Sekundäre Aromen
- Tertiäre Aromen
Die primären Aromen kommen aus der Traube und der alkoholischen Gärung. Es ist offensichtlich, dass ein Wein aus der Rebsorte Riesling anderen Aromen aufweist als ein Wein der Rebsorte Cabernet Sauvignon. Zudem spielen dort auch das Terroir, die Region, das Wetter während der Wachstumsperiode etc. hinein.
Die sekundären Aromen stammen aus der Weinbereitung nach der Gärung. Maßgeblich sind dabei die Ausbaumethoden. Wurde der Wein etwa 18 Monate im Fass ausgebaut oder etwa für einen kürzeren Zeitraum in einem Stahltank.
Die tertiären Aromen entstehen aus Reifung des Weines in der Flasche. Durch den Korken oxidiert der Wein über die Jahre ganz langsam vor sich hin. Dies verändert den Geschmack des Weines. So schmeckt ein junger Wein also anders als ein gereifter Wein. Interessant ist es bspw. auch, unterschiedliche Jahrgänge eines Weingutes parallel zu verkosten.
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